Studienfahrt Göttingen
Mathematik Leistungskurs

Wir beschlossen als letzter Kurs, wie alle anderen Kurse unsere Studienfahrt innerhalb Deutschlands zu verbringen. Und zwar in einem ganz besonderen Städtchen: Göttingen, die Gauß-Stadt, die nahe des in Hannover stattfindenden Weltereignisses EXPO2000 gelegen ist.

Bereits bei der Ankunft fiel uns auf, daß die Stadt von Vogelmenschen und Zwitschertypen bevölkert war, dazu kamen „Ossi-Assi-Kinder“ (O-Ton Fred). Jedoch reagierten viele Mädels auf die gut überlegte Anmache von T.S., R.H. und M.R.: „Tuuusiiis, seid ihr sympathisch?“ überhaupt nicht. Während der gesamten Studienfahrt wuchs unsere Liebe zueinander, was sich in Äußerungen wie Assi, Hawak, Penner und Schlampe zeigte. Desweiteren outete sich Herr Kaiser als (Luft-)Klavierspieler.

Da die von Herrn Kaiser geplanten Tagesaktivitäten wie 2x EXPO, 3 verschiedene Stadtführungen durch Göttingen, fehlgeschlagene
Messungen mit dem Theodolit, und der Besuch eines Kabaretts nicht die erwünschten Begeisterungsstürme auslösten, konzentrieren wir uns bei unseren weiteren Ausführungen auf das Wesentliche: Die Abende und Nächte.

Schon in der ersten Nacht eröffneten wir (K.R. und C.B.) das Asyl 128, auch genannt Pavillon 128, wo wir all diejenigen aufnahmen, die sich in ihrem Zimmer nicht wohl fühlten. Nach der ersten hart durchkämpften Nacht, sprang der Radiowecker (ohne Sendereinstellung) viel zu früh an, was bei K.R. Unverständnis auslöste: „Es hat auf einmal gebruuuumt, ich wußte gar nicht was loos ist“ (O-Ton Nina).

Am zweiten Abend erkannten wir ganz neue Seiten an D.M.. Nachdem T.S. eine „Nicht-Asylberechtigte“ mit ungesicherter Ladung durch seinen Pferdebefehl: „Hoo“ vertrieben hatte, paßte sich D.M. dem Umgangston der „Asylanten“ an und mutierte zu „Danny-Boy“. Desweiteren entstand er erste datierte Annäherungsversuch von R.H. an C.B.

GÖTTINGEN 2000

Am dritten Abend kam es zu unrechtmäßigen Eigentumsanmaßungen von F.S. und R.H., die dann zu Kissensex ausarteten. Im Eifer des Gefechts wurde T.S. verletzt, was ihn zu der Äußerung „Die K. ist so geil“ veranlaßte. An diesem Abend begannen C.B. und A.D. mit ihrer SMS-Beziehung, jedoch stellte sich bald heraus, daß C.B. zweigleisig fuhr und eine zweite SMS-Beziehung mit R.H. führte.

Für die nächste Nacht lautete die Devise: Durchmachen. Da wir montags unsere ersten EXPOErfahrungen gesammelt hatten: „EXPO ist scheiße“, beschlossen wir im Scape zu relaxen. Manche schafften es 6 Stunden am Stück zu schlafen, andere entdeckten zu dieser Zeit ihren Hit für die Studienfahrt: „Kleine grüne Geister“ (von Janine, 7 Jahre). Die von allen bestätigte Devise konnte von einigen nicht eingehalten werden, die daraufhin nörgelnd, jammernd und flennend in ihrem Bett lagen. Um sie am Einschlafen zu hindern, wurde zu drastischen Maßnahmen gegriffen, was in einer Schlägerei zwischen K.R. und M.R. endete, wo- bei K.R. als hysterische, kampfwütige Furie betitelt wurde.

Als sie erschöpft auf dem Boden saß, halfen auch Trostlieder, wie zum Beispiel „Sag mal flennst du, oder war das der Markus“ (Melodie: Sag
mal weinst du), nicht mehr. Um zu beweisen, daß sich die Studienfahrt nicht nur in Pavillon 128 abspielte: Auch wenn Herr Kaiser nicht der
Schnellste war, so war sein erstes Kart-Erlebnis doch erfreulich. Dies bestätigte er des öfteren in seinem Lieblings-Irish-Pub, in das er uns an diesem Abend noch führte.

Am letzten Abend kam aufgrund der bevorstehenden Heimreise noch etwas Melancholie auf, wobei R.H. seinen Gefühlen für B.G. freien Lauf ließ. Hier der Beweis:

LIEBER BENJAMIN,
MIT DIESEM LIEBESBRIEF GESTEHE ICH DIR MEINE LIEBE! ICH HOFFE DU KANNST MEINE GEFÜHLE ERWIEDERN; SOLLTEST DU DIESE NICHT ERWIEDERN KÖNNEN SEHE ICH SCHWARZ.

EIN SOLCHER FALL KANN JEDOCH NUR DANN ENTSTEHEN WENN DIE LIEBE KLEINE CLAUDIA NICHT DIE HEUTIGE NACHT MIT MIR VERBRINGT.
WEITERE MITTEILUNGEN DIE ICH MIT DIESEM BRIEF MITTEILEN MÖCHTE SIND:

  1. GÖTTINGEN 2000 IST SO GEIL !!!
  2. DIE BESTEN NÄCHTE VERBRINGEN WIR (MARKUS, TOBBE, BENNY UND ROLAND) NATÜRLICH IM PAVILLON NR. 128.
  3. NINA IST DIE ZWEITBESTE!
  4. TOBBE IST NACH 2,317 GLÄSER KIRSCHWEIZEN VOLL!
  5. DIE MÄDCHEN IN NIEDERSACHSEN SIND SAUJUNG (AUCH WENN SIE NICHT SO AUSSEHEN)

[DIESER BRIEF ENTSTAND NATÜRLICH UNTER ALKOHOLEINFLUSS]

VIELEN DANK
ROLAND

Zum Abschluß können wir noch sagen, daß diese Studienfahrt trotz des eher unattraktiven Reiseziels ein unvergeßliches Erlebnis war.
Dazu trug auch Herr Kaiser durch seine aufgeschlossene Art und seine freizügige Tagesgestaltung einen wichtigen Teil bei.

Dafür möchten wir ihm großen Dank aussprechen und wünschen ihm noch viel Spaß mit seinem Helm.


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