Reflexion bezüglich der Hausarbeit


Ich, Thomas Kunkel, schreibe diese Reflexion lediglich aus einem Grund, der in der Erhaltung meines reinen Gewissens besteht, denn mit der Nichtabgabe beziehungsweise der Abfabe eines zu zirka Null Prozent beschriebenen Blattes, wäre die Aufrechterhaltung meines reinen ewissens nicht weiter gewährleistet gewesen. Ein weiterer Grund für die Anfertigung des ihnen nun vorliegenden Schriftstücks ist die Tatsache, daß ich mir nicht nachsagen lassen wollte für das Fach Kunst kein Interesse zu haben, da mir meine Kunstnote durchaus wichtiger erscheint als zum Beispiel die Bewertung im Fach Englisch.

Darüber hinaus ist weiter anzufügen, daß im Fach Kunst ein gewisser Spaßfaktor garantiert ist, der sowohl durch den Bubentisch (Mein persönlicher Dank gilt hierbei Andreas Disser, Tim Heiseler, Daniel Kettler, Markus Riedl, Mirko Winter sowie Marius Wittich) als auch durch einen qualifizierten, verständnisvollen Lehrkörper (keineswegs ironisch aufzufasssen), in Form von Frau Stüber ermöglicht wird.

Da, wie ich denke, meine Entscheidung bezüglich einer Anfertigung der Reflexion nun für alle Beteiligten nachvollziehbar erscheint, möchte ich meine kreativen Ergüsse auch der Öffentlichkeit preisgeben:
Sciherlich hätte ich zu Begin meiner Reflexion angeben können, daß ich mich nach einer vierstündigen Klausur unter Abiturbedingungen im Fach Deutsch gerne nochmals mit der keineswegs uninteressanten Novelle „Das Erdbeben in Chili“ von Heinrich von Kleist auseinandergesetzt hätte, da dies aber nicht der Realität entsprochen hätte, war eine Berücksichtigung dieses Aspektes leider nicht möglich.


Natürlich hätte ich anschließend ergänzen können, daß mir während des aufmerksamen Lesens der Novelle einige Textstellen aufgefallen sind, die man hätte darstellen können, doch da ich den Text, wie bereits schon erwähnt nicht abermals gelesen habe, fällt auch dieser Punkt leider aus meiner Reflexion.

Wenn sie jetzt als Folgerung meiner bisherigen Reflexion schließen, daß meine Hausarbeit lediglich durch das Zufallsprinzip entstanden sei, liegen Sie damit zu zirka einer sehr hohen Prozentzahl, die ungefähr bei etwa EINHUNDERT liegt, richtig.

Falls Sie diese Nachricht nun erschüttern sollte, tut es mir leid für Sie, da die von mir letztendlich ausgewählte Szene eben durch Zufall entstanden ist, genaugenommen ist meine Hausarbeit durch eine wahre Aneinanderreihung von Zufällen enstanden. Denn würde es die Zeitschrift FHM nicht geben, hätte ich mir diese höchstwahrscheinlich auch nicht kaufen und folgerichtig auch nicht darin herumblättern können. Doch als ob dieser Zufall schon nicht ausreichen sollte,schaute ich mir die Zeitschrift ausgerechtnet an dem Tag zum ersten Mal an, an dem ich micht mit einem Kursteilnehmer traf (nennen wir ihn einmal Andreas D. oder A. Disser), um die Hausarbeit fertigzustellen beziehungsweise sie zu beginnen. Also sah ich nichtsahnend, jenseitsvon Gut und Böse, noch völlig ahnungs- und ideenlos in die bereits erwähnte Zeitschrift FHM hinein. Und was mußte ich dort zu meinem Entsetzen erblicken? Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber
es war einfach................................gigantisch!


Vor mir lag nicht nur einen doppelseitige Werbeseie der Firma Sony, nein, vor mir lag vielmehr, ja man muß schon sagen ein gewaltiger Apparat, ein wahres Prachtexemplar eines Kopfes von einem Kind, das ungefähr 2 Jahre, 3 Monate, 24 Tage, 14 Stunden, 48 Minuten und 16 Sekunden alt gewesen sein könnte. Bei diesem Anblick des Kindes konnte ich einfach nicht NEIN sagen, und so entschloss ich schließlich diesen Kindskopf als Vorlage für meine darzustellende Szene zu nehmen. Da man an dem Blick des Kindes erkennen konnte, daß es sich um einen fröhlichen Jungen handeln muß, fasste ich den Entschluß, dem nun vollständig auf ein Zellstoff chlorfrei gebleichtes DIN A3-Blatt (welches unsere Unwelt schont) übertragenen Kindkopf eine passende Sprechblase mit dem Inhalt „Papa.....?“ zu verpassen.

Falls Sie jetzt irrtümlicherweise mit dem Gedanken spielen sollten, dass diese von mir dargestellte Szene auf irgendeine Textstelle angewandt werden kann, muss ich sie leider enttäuschen! Ich habe den Ruf des Kindes nach seinem Vater nur gewählt, da mir ausser dem instinktiven Verlangen eines Kindes nach seinen Erzeugern sonst nichts eingefallen ist.

ICH HABE FERTIG!,

und hoffe, Ihnen mit dieser etwas eigenwilligen Form einer Reflexion vielleicht einen kurzen Moment des Abschaltens ihres tristen Lehreralltags ermöglicht zu haben.