Kursbericht Musik-Lk oder der Anfang von Allem!

Die Elite, die den ersten Musik-Lk in der Laufbahn der Einhardschule darstellen sollte, bestehend aus neun (mehr oder weniger) begabten Schülern und unserem sehr begabten „Meister“ Herrn Dombrowski, der versuchen sollte uns in zwei Jahren in die Tiefen der Musik einzuweihen.

Doch der Anfang war beschwerlich und so musste zuerst die Hürde über das Schulamt genommen werden, um überhaupt einen Musik-Lk genehmigt zu bekommen. (An dieser Stelle wollen wir allen danken, die sich für uns eingesetzt haben und uns den Weg geöffnet haben.)
Als wir dann erfuhren, dass wir der erste Musik-Lk werden sollten, war die Freude groß. Doch auch die große Frage, was uns erwarten würde, konnte uns keiner beantworten, da wir ja die Ersten sein sollten, die sich auf diesen Weg machten.

Als wir uns dann zum ersten Mal im Kreise unseres Lks trafen, waren wir sehr gespannt, was auf uns zukommen würde und so wurden wir irgendwie überrascht, als wir zuerst über unsere Studienfahrt redeten und beschlossen für unsere Nachmittagsunterrichtsphasen eine Kaffeemaschine (gesponsert von Herr Dombrowski und zerstört von Kindern, die meinten man bräuchte keinen Kaffee, um in der neunten und zehnten Stunde wach zu bleiben!) zu kaufen.

Doch wer nun denkt, dass wir im Musik-Lk nicht gearbeitet , sondern nur Kaffee getrunken und Kuchen gegessen hätten (gesponsert von engagierten Kursmitgliedern und Geburtstagskindern), der täuscht sich gewaltig! (Aber es ist halt nicht leicht sich in der neunten und zehnten Stunde noch ohne Kaffee auf wichtigere Dinge als sein Bett zu konzentrieren.)

Unser Unterricht wurde von zahlreichen Musikinterpretationen, selbst musizieren (das bedeutet nicht nur auf Instrumenten, wobei es schon von Vorteil ist, wenn man sich auf der Tastatur einigermaßen auskennt, sondern auch singen und (das vierstimmig) und Gehörbildung geprägt.
Aber auch andere Fachbereiche, wie der Kunst-, oder Deutschunterricht wurden im Musikkurs gefördert. So lasen wir zum Beispiel einen Auszug aus Doktor Faustus von Thomas Mann und fertigten eine Collage über das Stück „Unanswered Questions“ künstlerisch an, von denen sogar Herr Kukis begeistert war.

Außerdem war es ein Ziel unsere Meisters, jeden, der später Mal vorhaben würde eine Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule zu machen, auf dies vorzubereiten (aber auch die, die das nicht vorhatten wurden mitgezogen und am Schluss muss ich zugeben, habe ich sogar teilweise verstanden, um was es ging.).

Alles in allem war der Unterricht sehr abwechslungsreich und der Spaßfaktor lag oft ziemlich hoch, doch auch darunter sollte das Niveau des Unterrichts nicht leiden und so wurde immer hart gearbeitet (jedenfalls von Herrn D. und einigen, wenigen Schülern). Was man dann auch für die Klausuren gebrauchen konnte, die es oft in sich hatten (vielleicht planen sie für kommende Jahrgänge mehr Zeit für die Klausuren ein, man kam oft ins schwitzten, wenn man nach einer Stunde immer noch bei Aufgabe 1 war!).

Wir trafen uns aber nicht nur im Unterricht, sondern auch auf Studientagen, Kurstreffen und nicht zu vergessen unserer Studienfahrt nach Berlin, auf der wir Unwissenden erklärten was eine Dombo ist und lernten wie wichtig doch ein Handy sein kann (mehr dazu im Studienfahrtbericht). Bei all diesen Treffen lernten wir uns gegenseitig und natürlich auch unseren Tutor von ganz anderen Seiten kennen (was eine Flasche Bier nicht alles anrichten kann!). Da ließ er sich nicht lumpen und brachte doch bei jedem Kurstreffen die Getränke mit oder stellte seine Garten inklusive Planschbecken zur Verfügung.

Während andere Kurse an ihren Studientagen rumgammelten und nichts taten, oder nur sehr wenig, fuhren wir nach Bayreuth, in die Stadt Liszt und Wagners und lernten was über Klavierbau und das Festspielhaus, oder wir führen in die Musikhochschule und erlebten dort Studenten bei der Arbeit und dass das Mensaessen eigentlich nicht schlecht schmeckt. Außerdem lernten wir was über Musik des 20. Jahrhunderts beim Opernprojekt „Die Wände“ von Adriana Hölszky und planten gemeinsam mit Herr Dombrowski und Herr Zöller den Bachtag im Jahr 2000, der dann auch erfolgreich sein sollte (bei dem wir aber leider auf den Plakaten vergessen wurden!).

Nach zwei Jahren intensivem Musik machen und Musik verstehen kann ich folgenden Rat weitergeben: Man muss nicht zu denjenigen gehören, die schon als keine Musikgenies auf die Welt gekommen sich und alle Harmonien im Schlaf beherrschen, sondern Musik muss einem Spaß machen, denn genau dann kann man auch in der12. und13. Klasse eine gute Punktzahl erreichen und hat auch noch Spaß dabei auch wenn es
nicht immer danach aussieht. Allerdings gibt es so einige Bücher und Lektüren, die ihr euch für zahlreiche Referate und Exkursionen anschaffen solltet!

Also nur Mut! Ihr werdet es nicht bereuen!

Zum Schluss bleib noch ein Danke an Herrn Dombrowski zu richten, für die viele Mühe die wir gemacht haben und für die guten Nerven, wir wissen selbst, dass wir nicht immer leicht zu behandeln waren, Danke!

Wir werden uns sicher noch öfter bei irgendwelchen Konzerten über den Weg laufen.

Daniela Hufnagel