Kursbericht Religion Lang

Innerhalb einer sehr hochqualifizierten Unterrichtszeit, haben wir einiges über Ekklesiologie und andere religiöse Themen der Christlichen Kirche gelernt (Beispiele folgen).

Wir lernten zu Teilen :

Dieses schlug sich in der Begeisterung für diesen/ihrren Unterricht wieder. Jeder Schüler teilte seine Freizeit mit Frau Lang. Ob sich das nun beim Karten spielen unter den Bänken, dem gemeinsamen Kaffee trinken oder gar in sehr hochwertigen Nonsens-Diskussionen (an dieser Stelle möchten wir einer Froschhäuserin danken, welche diesen Prozess forcierte) zeigte, war allen eigentlich egal.

Sie waren lediglich zu faul nach Hause zu gehen, bzw. der Sprit ist für normale Schüler für eine solche Aktion einfach nicht mehr bezahlbar. Jedoch gab es vereinzelte Fluchtversuche, aber das "Entdecken" einer Begründung für eine Entschuldigung war für diese Schüler aufgrund ihrer moralisch gefestigten christlichen Grundmotivation nicht möglich. Dies führte letzten Endes dazu, dass die frommen Schäfchen ihrer emanzipierten Hirtin zwei Jahre lang treu blieben.

Wir lernten zu Beten :

An einem bestimmten Wochentag, versammelte sich die gesamte Schülerschaft des Religionskurses vor ihrem Unterrichtssaal. Sie versammelten sich zum Beten, dem Hoffen auf ein Ereignis, welches eintreten sollte.
Anfangs war es laut, jedoch legte sich dieses zu einer meditativen Ruhe und im Einklang der einzelnen Gedanken formierten sich die Worte :
"Lass' sie nicht kommen. Lass' sie nicht kommen. Lass' sie ......"
An manchen Tagen wurden diese Worte von einer höheren Instanz erhört und das Fehlen unserer geliebten Hirtin trat ein. An anderen Tagen half selbst diese nicht und Frau Lang kämpfte sich zur Tür unseres "Gotteshauses".
Seit diesem Zeitpunkt hofften alle Schüler auf die Tatsache, dass die Zeit schneller vergeht, als gewöhnlich. Dazu starteten die Schäfchen ein sofortiges Gebet :
"Vater vergib ihr, denn sie weiß nicht was sie tut."
Nachdem diese Worte sämtlichen Schäfchen durch den Kopf gegangen waren, ein paar diese laut ausgesprochen hatten, entstand im Kopf der Einzelnen das Bedürfnis schnellst möglich die innere Ruhe zu erreichen.
Pünktlich zum Pausenklingeln bei dem sich unsere Hirtin mit einer weiteren ihrer Mission traf, hofften die Schüler erneut :
"Lass' sie nicht wiederkommen. Lass' sie nicht wiederkommen. Lass' sie ......"
Sie kam jedoch immer wieder zurück, sie folgte unbeirrt dem Weg der Missionierung ihrer gläubigen Schäfchen. Wollten diese das überhaupt ???

Wir lernten zu Fasten :

Zum essentiellen Bestandteil des Unterrichtes gehörte das Fasten, was die Schäfchen innerhalb kürzester Zeit erlernten. Im Detail bestand dieses aus der Abstinenz gegenüber Information jeglicher Art, Aufmerksamkeit gegenüber dem momentan Sprechendem und im Sprechen selbst. Sie erreichten diesen Zustand bis zur Perfektion. Niemand sagte auch nur ein Wort, bis auf eine schon oben erwähnte Froschhäuserin. Wir hoffen jedoch alle, dass auch sie dieses Ziel noch bis zum Abschluss unseres Glaubenskurses erreichen wird.


Selbstverständlich handelt es sich bei diesem Bericht nur um einen Auszug aus 2 Jahren hochqualifiziertem Unterricht bei einer doch all zu gütigen Hirtin.

Es lassen Grüßen

Christina und Jochen

PS : Frau Lang, es war eine schöne und lustige Zeit mit Ihnen.