Kursbericht Physik Gk Teich

"Also, ich bin jetzt mal so ein kleines Elektrönchen..."

Eigentlich kann H. Teich einem leid tun, wenn man bedenkt, mit welchem verzweifelten Einsatz er teilweise versuchte, uns durchaus physikinteressierte, aber nicht immer ganz auf der Höhe verweilende Schüler in anschaulicher Manier für dieses Fach zu begeistern, obwohl er schon sehr bald bemerkt hatte, dass der Großteil des Kurses im Grunde wenig Lust auf seinen Unterricht hatte. Dies soll kein nachträglicher Angriff gegen irgendwen sein, nein, dafür ist es die Sache nicht wert, jedoch ist es auch Fakt, dass besonders in unserem Kurs ein interdependentes Verhältnis zwischen der allgemein recht dürftigen Resonanz der Schülerschaft und dem Verhalten des Lehrers, der zum Ende hin öfter mal den nötigen Elan vermissen ließ, bestand, so dass die Physikstunden mit der Zeit über ein (Zitat) "Niveau Teppichoberkante" nicht hinauskamen. Anfang 12I noch mit über 20 Leuten besetzt, war der Kurs in 13II dann auf den harten Kern von 13 Verbliebenen (diejenigen, die das Fach einbringen mussten?!) geschrumpft.

Trotz alledem überwiegen jedoch die positiven Erinnerungen aus den zwei Jahren, was einfach daran liegt, dass wir unser fehlendes Wissen mit den Unterricht auflockernden Aktivitäten, die z.T. auch vom Lehrer erwidert wurden, zu kompensieren versuchten. Hierbei sei vor allem Jochen H. gedankt, durch dessen berühmtberüchtigte Showeinlagen sich ja nicht nur unser Kurs "am Leben" halten konnte.

Auch der Besuch der Ausstellung der G.S.I. (Gesellschaft für Schwerionen-Forschung) in Wiesbaden zusammen mit anderen Physiklern (ja, die Bereitschaft für einen Lehrausflug war durchaus vorhanden!) mit einem lehrreichen und für einige zugleich äußerst ermüdenden Vortrag bleibt wohl unvergessen, nicht zuletzt deshalb, weil der durch die Ausstellung führende Physikstudent uns voller Stolz ein Experiment mit flüssigem (und daher sehr kaltem) Stickstoff (?) demonstrieren wollte, natürlich zunächst einmal den dafür vorgesehenen Behälter auffüllen musste, dabei den halben Raum überflutete bzw. vereiste, um dann mit mathematischer Genauigkeit festzustellen, dass schon um 12:37 aufgefüllt worden war (? leicht übertrieben Darstellung, trotzdem erheiternd, einfach genauso wie die meisten Experimente im Physikunterricht).

Fazit: Physik bei Teich ist für interessierte und engagierte Schüler eine gute Wahl, der Unterricht ist im Regelfall ansprechend und niveauvoll. Für den Rest stellt sich die Frage, inwieweit er das "Herr/Frau XY, kommen Sie doch mal bitte an die Tafel"-Prozedere zu bewältigen in der Lage ist und auch mit einer relativ strengen Notengebung bei durchaus anspruchsvollen Klausuren (zumindest dann in einem Lk) fertig werden kann. H. Teich bleibt nur zu wünschen, dass er nach den zwei Jahren mit uns es nicht gänzlich aufgegeben hat, weiterhin Physik in der Oberstufe zu unterrichten (keine Angst, war nur Spaß..., hoffentlich).

Benjamin