Mathe-GK Rimpau

Es war einmal im Matheland, da gab es einen ganz lieben Lehrer und der erzählte seinen lieben Schülern ganz viel von der großen Kunst der Mathemathik.

So oder so ähnlich muss man sich den Mathekurs Rimpau vorstellen, denn Herr Rimpau ist der absolute Meister darin, seine längst volljährigen Schüler wie Kleinkinder zu behandeln, und dadurch ihren letzten Nerv zu töten. So scheint es ihm zum Beispiel ganz besonderen Spaß zu bereiten, die Reihen seiner Schüler abzuschreiten und fehlende Umschläge an den Mathebüchern zu monieren. Oder er beschwert sich über die aufgrund mangelhafter anatomischer Auslegung der Stühle notwendigen Schaukeleinlagen. Kurz : es findet sich immer etwas. Nach Aufnahme des Straftatbestandes folgt ein Appell an in der Form "Ihr seid doch keine kleinen Kinder mehr".

Die kindische Behandlung hat jedoch auch eine positive Seite: Herr Rimpau schafft es eigenartigerweise anscheinend mit genau dieser Behandlung, schwierige mathematische Probleme einfach erscheinen zu lassen. Dies dürfte auch der Grund für die meist recht gut ausgefallenen Klausuren sein, die stets fair konzipiert waren.

Erwähnt werden müssen auch Hr. Rimpaus "pädagogische" Erfolge bei seinen "Problemfällen". Zumindest bei dem notorisch störenden, während der Stunde Bild-Zeitung lesenden Individuum zeigte sich dahingehend eine Besserung, dass dieses gegen Ende des Kurses plötzlich mit engagierten Kommentaren wie "das stimmt doch in Hundert Jahren nicht!", oder "Nein, das musst du so machen" aufwarten konnte.
Insgesamt lässt sich sagen, dass der Mathematikkurs Rimpau eine gute Wahl war. Hr. Rimpau war immer fair, und bei der Benotung stets großzügig, und wir haben in der Zeit eine Menge gelernt.

Jochen Heil