2 Jahre Martyrium sind endlich vorbei .........

Es war einmal an einem wunderschönen Frühlingstag 1999, als wir vor die schwierige Aufgabe gestellt wurden, uns auszusuchen , welcher nette Lehrer uns die nächsten 2 Jahre die Geschichte etwas näher bringen dürfe.

Die Auswahl für Geschichte Grundkurslehrer beschränkte sich auf Monsheimer und Fleck, wobei jedoch jedem die Möglichkeit offenstand, dem englischsprachigen Geschichtsgrundkurs von Frau Toomey beizuwohenen. Da sich aber die Erst- und Zweit- stimmen aller Jahrgangsmitglieder auf Fleck und Monsheimer verteilten und sich niemand freiwillig den englischen Martyriumskurs von Frau Toomey unterwerfen wollte, wurde Frau Toomey dazu verdonnert einen 3. Deutschsprachigen Geschichtskurs zu halten!

So traf es bei 75 Schülern uns 3 und 16 weitere unschuldige Individuen! (Wir armen Schweine.....Seufz!!!!)
Obwohl Frau Toomey sehr großen Wert auf Pünktlichkeit legte und selbst mit gutem Beispiel voranging (Sie war immer 5 Minuten vor dem ersten Klingeln mit perfekt ausgebreiteten Unterlagen im Klassensaal) schafften es einige Schüler (gell Kevin) grundsätzlich 3 Minuten zu spät zu kommen! Selbst ihre Drohungen: „Ich werde ähm die Minuten, ähm die sie zu spät kommen, ähm summieren und am Ende des Halbjahres ähm im Zeugnis als Fehlstunden ähm festhalten!) blieben fruchtlos!

Nachdem dann endlich fast immer alle anwesend waren, begann Frau Toomey „die Häupter ihrer Lieben“ (Zitat) zu zählen und sich ein Opfer für die Stundenwiederholung auszusuchen.
Anschließend befassten wir uns mit den Hausaufgaben, welche fast immer schriftlich anzufertigen waren, was jedoch von einigen Leuten (gell Georg und Schlissm!) konsequent missachtet wurde! Daraufhin widmeten wir uns von ihr ausgewählten Arbeitsmaterialien und Texten aus dem Buch. Bei der Besprechung bevorzugte sie es, arme Schüler dranzunehmen, die sich so und so nicht meldeten. Durch geschickt gewählte Beispiele gelang es ihr dennoch, auch diesen Schülern komplizierte Fragestellungen deutlich zu machen!

Desweiteren gab es Schüler (gell Kuja), die meinten, durch ihr „Dummgebabbel“ (Wiederholen von bereits Gesagtem oder Nichteingehen
auf diverse Fragestellungen) ihre mündliche Leistung verbessern zu können, womit sie jedoch das Gegenteil erreichten, wie Frau Toomey diese überflüssigen Kommentare schnell als solche entlarvte! (Ty: „Wie ähm war meine ähm Frage? Da hätte ähm ich sie genausogut ähm fragen können, ähm welches Datum wir ähm heute haben und sie ähm sagen mir ähm „es ist ähm neblig!““)

Da wir uns nun sowohl den Dummschwätzern als auch den Schweigsamen gewidmet haben und auch zu fast allen anderen ein Wort verloren haben, so wollen wir doch die Schülerinnen nicht vergessen, die durch ihr geheucheltes Interesse (gell Caro, Kim und Dani) gute mündliche Noten erzielt haben. So verstanden sie es meisterhaft aus todlangweiligen Texten Fragen zu entwickeln, die bei Frau Toomey wie Musik in den Ohren klangen!

Gegen Ende des Halbjahres beschäftigte sich Frau Toomey dann regelmäßig mit der Vergabe der Punkte, wobei die Schüler, die mindestens 1 Klausur unter 5 Punkten geschrieben hatten, sowieso schon wußten, dass sie nicht mehr als 4 Punkte erwarten konnten.

Schließlich wollen wir zu guter Letzt noch anmerken, dass sogar ein Kurstreffen stattgefunden hat, wobei Frau Toomey sich jedoch traditionsbewusst weigerte, teilzunehmen.

Auch wenn dieser Geschichtskurs zu den schlimmsten Erlebnissen unserer Schullaufbahn zählt, so haben wir doch bei Frau Toomey einiges mehr gelernt, als bei manch anderen Lehrern zuvor.

Katja, Britta und Nina