Kursbericht Geschichte GK Monsheimer

Eigentlich ist es egal, ob wir euch von Dienstag 7+8 oder Freitags 1+2 Stunde berichten, denn die Motivation unseres Lehrers Günther Monsheimer bewegte sich stets in einem Bereich zwischen Null und Eins( wobei wir den Spielraum der Skala offen lassen).

Bereits zu Beginn der Stunde konnten wir an der Dauer, die Anwesenheitskontrolle und Abhaken der Entschuldigungen in Anspruch nahm, feststellen, ob er uns etwas Geschichtliches oder etwas aus seinem aufregenden Leben als Zellhäuser( äh hups Mainflingers) erzählen wollte.
Entschloss er sich für die zweite Variante, so kam es nicht selten vor, dass wir über lebenswichtige Themen diskutierten, wie man sich zum Beispiel an der Wurst- und Fleischtheke in einer hier nicht weiter genannten Supermarktkette anzustellen habe.

Wenn er gelegentlich doch versuchte uns die aufregende Welt der Geschichte näher zu bringen, bombardierte er uns mit Quellen und Texten, die er mühsam zusammensuchte, so anordnete, dass sie möglichst wenig Platz in Anspruch nehme und liebevoll zuschnitt. Nach dem Lesen der ersten drei Zeilen wurden wir abrupt unterbrochen, da Monsi mit dem Anschreiben des Themas der Stunde fertig war und ein gewisser Schüler( gell Kirrmann) seine Lektüre beendet hatte. Im Anschluss kam es zu Gesprächen zwischen den Beiden, dem sich nach und nach auch noch andere Kursteilnehmer anschlossen. Die nette Plauderei wurde durch einen hessischen Beschwerdeschrei "Ruh´ jetzt, ich kann net lese!" (O-Ton Eva) unterbrochen. Worauf man aus einer anderen Ecke hörte: "Was können wir dafür, dass die in der Grundschule nix gelernt hat?" (Christian H.).

Es kam aber auch nicht selten vor, dass wir trotz dem Vorhaben Geschichte zu lernen zu Allerweltsthemen wie z.B. Monsheimers Kochkünsten oder den Problemen mit seiner Brille wechselten.

Um den Unterricht für ihn und uns angenehmer zu gestalten, beorderte er uns meistens Dienstags nachmittags in den Saal 227, wo wir uns interessante Filme wie z.B. "Liebe in Trümmern" anschauten, die allerdings bei manchen Mitschülern den Zwang auslösten, beide Augen zwecks Erholung zu schließen.

Die einzige schriftliche Hausaufgabe, die er uns in zwei Jahren aufgab, wurde nicht zu seiner Zufriedenheit von uns erledigt. Wir empfanden Stichpunkte für ausreichend, doch er entgegnete uns mit erhobener Stimme: "Stichpunkte, Stichpunkte, ich geb´ euch gleich Stichpunkte!" Wiedermal hatten wir unser Ziel erreicht, denn unser Lehrer war der vollkommenen Resignation näher.

Und die Moral von der Geschicht,
wählt Geschichte Monsheimer nicht! Zumindest, wenn ihr durch wenig Arbeit hohe Punktzahlen erreichen wollt, den seine Arbeiten haben ein hohes Niveau.

Trotzdem wolle mer´m Günder danke für die lustisch Zeit!

P.S. Auf diesem Wege wollen wir ihnen Herr Monsheimer noch mitteilen, dass es neben dem Tannenhof auch noch andere Gaststätten gibt!

Verena D., Mona, Claudia