"Das ist grammatisch falsch !"
oder
"Mögen die Spiele beginnen..."

Herr Dr. Ramm (im Folgenden auch liebevollst "Caesar" betitelt) betritt die Arena, nimmt seine Startposition ein und wartet vergeblich darauf, dass auch der Rest der Anwesenden seinem wohlwollenden Beispiel folgt.
Nach ca. 8-12 Minuten hoffnungsvollen und stillen Wartens rafft er sich aber dann letztendlich doch noch auf und verkündet den Beginn der Spiele, woraufhin sich unter den Gladiatoren (bewaffnet mit Stift, Papier und losem Mundwerk) Grüppchen bilden, die kurzzeitig darüber beratschlagen, ob sie es mit einem Biber oder doch eher mit einem Bratapfel als Leiter der Spiele zu tun haben (kleiner Insider am Anfang, sorry an alle Outsider !).
Folgend werden von allen Mitstreitern die ausgeteilten Kant'schen Spielregeln mehr oder weniger intensiv aufgenommen. Die Gladiatoren machen sich nun für den naheliegenden Kampf bereit. "Unser aller Caesar" fordert den Ersten per Fingerzeig zum Kampfe auf...

JA, Du hast richtig gelesen und NEIN, wir sind nach dem Bewältigen des ach so unerreichbaren Abiturs nicht verrückt geworden ! Es handelt sich hierbei lediglich um Tatsachen und eine Geschichte, die Ihren Wahrheitsgehalt nur noch durch die übertriebene Darstellung des reellen Verlaufs übertrifft und richtig zur Geltung bringt. Nachfolgend nun kurz und stichpunktartig die wichtigsten Ereignisse dieser glorreichen 4 Halbjahre mit unserem "Caesar", der sich heroisch und einsatzbereit dazu bereit erklärte, gegen uns "Gladiatoren" anzukämpfen und sich mit unserem "Wissen" und unserer Schlagfertigkeit zu messen !!!

An vorderster Front kämpfte dabei stets der anfangs allzu tapfere Alexander, der jedoch schnell seinen starken Gegnern unterlag und schon auf halber Strecke scheiterte. Ein letzter hoffnungsvoller Blick herauf zu "unserem Caesar", der ihn jedoch auch nicht mehr begnadigen konnte/wollte...

Nach der ersten Halbzeit verließen jedoch leider viele der glorreichen Gladiatoren gestrauchelt die Arena - nur einer hatte den Mut der übriggebliebenen Streitmacht beizutreten und sein Glück zu versuchen - Jochen "Hipelius" H. ("Herr DR. Ramm ? Ich hab da mal ne Frage !!!")
Aber schon nach den ersten erfolglosen Stunden musste dieser seine Machtlosigkeit gegenüber den geübten und athletischen Kämpfern (als da z.B. Georg, Olli, Elisa, Julia und unzählige weitere Helden zu nennen wären) einsehen, ging aber unbeirrt jede weitere Schlacht heroisch ein. Oftmals ging die Schlacht jedoch ohne definierten Sieger aus, was vielleicht auch an fehlender Durchsetzungskraft seitens "Caesars" gelegen haben mag...
Um das heillose Durcheinander wieder in den Griff zu bekommen, bedurfte es zumeist mehrerer Minuten, die durch das Verfassen und Niederschreiben eines Tafelbildes produktiv genutzt wurden (bestimmt !!!). Die Gladiatoren wurden nun oftmals von dem erlösenden Klang der schellenden Glocke befreit und konnten sich in den folgenden 6 Tagen auf die nächsten Spiele vorbereiten und neue Kräfte sammeln.

So oder so ähnlich könnte (!!!) man sich den Ethikunterricht bei Herrn Dr. Ramm vorstellen (wir erinnern an die Tatsache, dass einige Details nicht unbedingt der Realität nachempfunden wurden). Wir möchten an dieser Stelle aber dennoch auch die schönen Seiten der wöchentlichen Diskurse nicht verleugnen oder gar wegdiskutieren. Dabei wären zum Einen die liebevoll kopierten Texte zu nennen, die viel Diskussionsstoff lieferten und uns bei unseren zahlreichen Ausschweifungen als Basis dienten.

Weiterhin möchten wir hiermit noch auf die äußerst liberale und gerechte Notengebung hinweisen, wobei uns bei der schriftl. Notengebung eine gewisse Willkür aufgefallen ist, die aber keineswegs als negativ zu bewerten ist.
Zur allgemeinen Erheiterung diente das sorgfältig und liebevoll angefertigte Tafelbild, das meist keine Fragen mehr offen ließ ?! Leider kam es innerhalb dieser 4 Halbjahre zu keinem Kurstreffen, was vielleicht an der Tatsache lag, dass der Kurs mit seiner großen Anzahl von "Gladitoren" für ein Kurstreffen einfach überdimensioniert war.

Abschließend ist noch zu sagen, dass der Unterricht nicht nur zur allgemeinen Erheiterung diente, sondern auch inhaltlich eine Erweiterung des schon vorhandenen Wissens darstellte und keineswegs erfolglos an uns vorbeiging.

Julia G., Andreas B.